Die Attraktivität des Wallfahrtszieles Wolfsthal entspricht ganz jener, die der Wallfahrt generell in Österreich gilt. Die Nähe zu Preßburg, der 500 000 - Einwohner - Hauptstadt der Slowakei bedeutet eine große Chance für sowohl den Ort als auch die Kirche des 1000 - Seelen - Dorfes. Pater Ernst hat es sich zu seinem Ziel gesetzt, seine diesbezüglichen Ambitionen ungeachtet der kulturellen Barriere zwischen den Staaten zu verfolgen. 

Der jetzt 72-jährige Pater ist seit 25 Jahren in Wolfsthal Pfarrer. Während der gesamten Zeit kam er seinem besonderen Anliegen, der Kinderseelsorge nach, indem er zusätzlich als Religionslehrer tätig war und heute noch ist. In Spitzenzeiten unterrichtete er in einem Schuljahr an vier verschiedenen Schulen. Zur Zeit betreut er die 3te und 4te Klasse der Volksschule in Wolfsthal.
Zudem versucht er die Kleinen schon vor der Erstkommunion als Ministranten zu gewinnen. Jungschargruppen sollen sie näher an die Kirche binden. Abrunden soll sein Anliegen das Halten einer "Kindermesse", die in Zukunft zum monatlichen Fixpunkt avancieren soll.

Die Aussichten für die Gemeinde sind gut. Jene Zeiten, als seine Bewohner vom "sterbenden Dorf" sprachen gehören der Vergangenheit an. Es wird fleißig neu gebaut, auch die Jugend fühlt sich sichtbar wohl. Pater Ernst selbst ist sehr stolz auf den Jugendchor , der sich seit einigen Jahren neben dem Kirchenchor etablierte. Ebenso freut ihn das Engagement mancher Wolfsthaler Katholiken - wertvolle Unterstützung , die er keinesfalls missen möchte und welche Tätigkeiten wie Tischmutter über Mesner, der auch die "Firmlinge" begleitet bis zur Frauenbewegung und zum Pfarrgemeinderat, umfaßt.  

Und auf viele andere Wolfsthaler hält ihr Pfarrer schon deshalb große Stücke, weil sie ihn in den Bausorgen nie im Stich gelassen haben. "Die Feuchtigkeit war schon kriminell", erzählt P. Ernst. Auch das Fresko von Josef Krinner , das die sieben Chöre der Engel darstellt, war gefährdet. Um Geldbeträge jenseits der Millionen-Schilling-Grenze wurden größere Schäden im Hochaltarraum abgewendet. Jetzt stehen noch die  Restaurierung des Freskos selbst und die Innenfärbelung und Fenster des Gotteshauses aus - ein Projekt ebenfalls weit jenseits der Millionengrenze, für das die eine oder andere Haussammlung notwendig sein wird.

Die Wiederherstellung des Tabernakels, der einst das Gnadenbild trug, würde "unsere schöne Kirche" noch schöner machen, dies ist P. Ernst größter Wunsch.

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